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Gehälter Blog

Informationen, Tipps und Trends rund um Karriere, Gehalt, Gehaltsverhandlung und Vergütung

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Category: Gehaltserhöhung

Im Karriereguide von Absolventa habe ich ein paar echt gute Tipps für Leute gefunden, die sich eine Gehaltserhöhung erhoffen. Die 10 Tipps habe ich Euch direkt unten unkommentiert zitiert. Weitere Infos könnt Ihr auch bei Absolventa im Karriereguide nachschlagen.

Hier sind die Top-10, damit es auch mit Deiner Gehaltserhöhung klappt.

1. Den richtigen Ansprechpartner wählen: Grundsätzlich solltest Du in Sachen Gehaltserhöhung immer zuerst Deinen direkten Vorgesetzten ansprechen. Auch wenn dieser nicht die letzte Entscheidung darüber trifft, solltest Du ihn ins Vertrauen ziehen. Versuche ihn zu Deinem Verbündeten zu machen, damit er Dich beim Entscheidungsträger in Deinem Wunsch unterstützt.

2. Selbstvermarktung: Für eine erfolgreiche Gehaltserhöhung ist es notwendig, dass Dein Vorgesetzter Dich und Deine Arbeitsleistung gut kennt. Übst Du Dich zu sehr in Bescheidenheit und Zurückhaltung, dann kann das Deine Chancen auf ein höheres Gehalt schmälern. Hier gilt das Motto: Tue Gutes und rede darüber. Informiere Deinen Chef in regelmäßigen Abständen über Deine guten Leistungen. Sei dabei aber nicht zu aufdringlich.

3. Der Zeitpunkt: Einen entscheidenden Einfluss hat auch der Zeitpunkt, den Du für die Gehaltserhöhung wählst. Am besten ist es, z.B. den erfolgreichen Abschluss eines großen Auftrags oder eines Projektes abzuwarten oder die Veröffentlichung positiver Unternehmenszahlen. Ist gerade besonders viel zu tun, warte mit dem Gehaltsgespräch, bis sich die Lage etwas beruhigt hat, und der Chef terminlich etwas Luft hat.

4. Termin vereinbaren: Vereinbare einen festen Gesprächstermin, damit Du Deine Gehaltserhöhung in Ruhe besprechen kannst.

5. Eine angenehmen Gesprächsatmosphäre schaffen: Falle niemals mit der Tür ins Haus und frage direkt nach mehr Gehalt. Beginne das Gespräch mit etwas Smalltalk. Das lockert die Situation auf und hilft Dir, Deine möglicherweise vorhandene Nervosität zu überwinden.

6. Den richtigen Einstieg in die Gehaltsverhandlung finden: Auch hier gilt, nicht direkt eine Gehaltserhöhung ansprechen. Versuche lieber nach Deinen Aufstiegsmöglichkeiten zu fragen oder, ob Du neue Projekte mit mehr Verantwortung betreuen könntest. Vor allem sollte aber Deine eigene Leistungsbilanz Thema des Gesprächs sein. Stelle heraus, mit welchen Maßnahmen Du die wirtschaftliche Lage des Unternehmens positiv beeinflusst hast und worin der Wert Deiner Arbeit für die Firma besteht.

7. Die eigenen Leistungen belegen: Im Idealfall kannst Du Deine Leistungen im Gespräch auch mit konkreten Zahlen und Fakten belegen.

8. Bei der Gehaltserhöhung nicht übertreiben: Du sollst zwar Deine eigenen Leistungen in den Vordergrund stellen, aber trotzdem nicht übertreiben und sämtliche unternehmerischen Erfolge auf Dich beziehen. Es gilt, den richtigen Mittelweg zu finden und realistisch zu bleiben. Ansonsten ist es für den Arbeitgeber ein Leichtes, Deine Forderung zurückzuweisen.

9. Angemessen auf Ablehnung reagieren: Dein Chef wird sicherlich versuchen, Deinen Wunsch nach einer Gehaltserhöhung abzuwimmeln oder Dir nur eine kleine Gehaltserhöhung anbieten. Dazu wird er verschieden Ablehnungstaktiken anwenden, z.B. die schlechte wirtschaftliche Lage des Unternehmens herauskehren, auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten, auf die Gehaltsstrukturen im Unternehmen verweisen oder Dir ggfs. Sogar Undankbarkeit vorwerfen. Lass Dich dadurch nicht von Deinem eigentlichen Ziel abbringen. Die Gegenargumente kannst Du mithilfe Deiner eigenen Leistungsbilanz und guter Recherche im Vorfeld relativ leicht entkräften. Bleib aber immer höflich und lass Dich nicht provozieren.

10. Kompromisse schließen: Geh mit drei Gehaltszielen in die Gehaltsverhandlung: einem Maximalziel, einem Mittelwert und einem Minimalziel. Überleg Dir außerdem, welche Zusatzleistungen eine Alternative zu einer reinen Gehaltserhöhung wären, z.B. ein Dienstwagen oder Tankgutscheine. Zusatzleistungen kannst Du in Erwägung ziehen, wenn der Gehaltssprung, den Du Dir vorgestellt hast, etwa nicht möglich ist.

(Tipps gefunden auf www.absolventa.de)

Ergo: Mit einer Gehaltserhöhung klappt es dann am besten, wenn Du einerseits gut vorbereitet und andererseits in der Lage bist, eine Situation zu schaffen, aus der beide Verhandlungspartner als Gewinner hervorgehen. Niemand darf Gefahr laufen, das Gesicht zu verlieren oder als Verlierer aus der Runde zu gehen. Deshalb ist es auch sinnvoll, sich im vorhinein über marktübliche Konditionen zu informieren und sich Flexibilität zu bewahren.

Viel Erfolg
Jürgen vom Gehälterblog

Gehälter Blog: Informationen, Tipps und Trends rund um Karriere, Gehalt, Gehaltsverhandlung und Vergütung

Chef – ich brauch mehr Geld. Irgendwann kommt jeder mal in diese Situation. Aber wie sag ich es meinem Vorgesetzten, wenn er nicht selbst drauf kommt? Hier haben wir für Euch mal 10 Fehler, die ihr in der Gehaltsverhandlung machen könnt aufgeschrieben.

Fehler 1: Schlechte Vorbereitung

Guter Test. Wenn Du vor dem Spiegel übst … Mal ehrlich – würdest Du Dir das Gehalt erhöhen?

Fehler 2: Keine Ziele haben

Was ist Dein Minimalziel? Was wäre topp?

Bild gefunden bei manager magazin (manager-magazin.de)

gefunden bei manager magazin (manager-magazin.de)

Fehler 3: Überzogene Forderungen

Was ist aktuell überhaupt realistisch machbar? Wo stehen Deine Kollegen? Wie ist das Gehaltsgefüge im Unternehmen?

Fehler 4: Hoffen auf den großen Sprung

Gehe lieber strategisch vor und verhandle lieber in regelmäßigen Abständen – z.B. nach erfolgreichen Projekten oder turnusmäßig alle 1,5 Jahre als auf den ganz großen Wurf zu hoffen.

Fehler 5: Falscher Zeitpunkt

Hat Dein Chef im Moment überhaupt den Kopf für das Thema? Wie steht Deine Firma da?

Fehler 6: Nervös werden

Bleibe cool, wenn Dein Chef kontra gibt. Mit Nr. 7 und Nr. 8 kannst Du Dich wappnen.

Fehler 7: Keine Agenda haben

Plane den Ablauf des Gespräches. Wie leitest Du das Thema ein? Wann bringst Du Deine Erfolge an? Was könntest Du noch alles erreichen? Wann kommst Du zum springenden Punkt? Eine Agenda gibt Dir Sicherheit.

Fehler 8: Schlechte Argumente

Argumente sollten Deinen Chef überzeugen. Dass das Heizöl teurer wird, bringt Deinen Arbeitgeber nicht weiter – das merkt er selbst. Was hat Dein Chef davon, wenn er Dein Gehalt erhöht? Was willst Du zukünftig für Deine Firma erreichen?

Fehler 9: Unflexibel sein

Der Handlungsspielraum Deines Vorgesetzten kann begrenzt sein. Bedenke das und bleibe flexibel. Ein Etappenerfolg kann auch eine Erhöhung in Raten sein oder ein verbindlicher mittelfrister Termin für die nächste Verhandlung.

Fehler 10: Sich aus dem Konzept bringen lassen

Sei gewappnet auf Ablenkungsmanöver. “Was war eigentlich nochmal mit dem Projekt X?” Hast Du eine Agenda, ein Ziel und gute Argumente, bleibst Du auf Kurs und kommst wieder auf das Thema zurück.

Wenn Du die Punkte beherzigst und das Gespräch gut planst, kann eigentlich wenig schief gehen. Und Du bekommst auch selbst ein besseres Gefühl für Deine Stärken und Deinen Marktwert.

Es grüßt Jürgen vom Gehälterblog

Ja, ja und noch mal Ja. Variable Gehälter und Boni sind ja derzeit stark in der Kritik. Meist geht es derzeit um die Bonusregelungen für Banker, Manager und Börsen-AG-Vorstände. Damit wir uns klar verstehen, meine deutliche Artikeleinleitung bezieht sich auf variable Gehaltsbestandteile im allgemeinen. Von Bonusexzessen und horrenden Abfindungsregelungen distanziere ich mich klar.

Ich möchte hier für die variable Vergütung eine Lanze brechen.

Jeder kennt den Spruch “Leistung muss sich lohnen”. Der war kürzlich auf vielen FDP-Wahlplakaten zu lesen, ist aber so alt wie die Menschheit. “Leistung muss sich lohnen” bedeutet aber auch zugleich, dass jemand, der mehr leistet auch mehr Lohn bekommen muss. Logisch, oder?

variable Gehälter von Berufseinsteigern

variable Gehälter von Berufseinsteigern

Jetzt wird es spannend: Paul und Joey haben beide Maschinenbau an der TU München studiert. Beide haben einen guten Abschluss und sind beim Autobauer WMB gelandet. Beide erhalten nach Tarif rund 47.000 Euro (vor der Krise, denn WMB stellt gerade nicht so viele Absolventen ein). Paul feiert gern und muss sich dafür ab 17 Uhr vorbereiten. Joey arbeitet und tüftelt gern, sitzt meist bis 19 Uhr am Arbeitsplatz und entwickelt eine Software, die WMB patentieren lässt. Ist es fair, wenn beide dasselbe Gehalt beziehen?

Variable Gehälter werden zunehmend auch bei Berufseinsteigern kommen. Heute sind sie in Jobs, deren Ergebnisse sich leicht messen lassen schon gang und gäbe. alma mater zum Beispiel bezahlt Berufsstartern seit Firmengründung variable Gehälter. Recruiter sind an Vermittlungen beteiligt und die Vertriebsmitarbeiter an ihren Verkäufen.

Variable Gehälter haben aber noch einen weiteren Vorteil – insbesondere für Berufsstarter. Läuft die Wirtschaft und damit das Geschäft des Arbeitgebers nicht so gut, helfen die variablen Gehälter die Personalkosten zu dämpfen. Das wirkt automatisch verlustmindernd und hilft, Arbeitsplätze zu sichern. Meist sind es ja die jungen Mitarbeiter, die dann zuerst gehen müssen.

Einen entscheidenden Nachteil haben die variablen Bestandteile aber für den Mitarbeiter. Sie sind nicht gottgegeben. Wer nichts leistet, muss mit Abzügen rechnen.

Deshalb wird es Zeit, dass auch die Bonusregelungen in den Finanzfirmen endlich renoviert werden. Heute stand in der FAZ, dass die britischen Firmen Vorreiter sein möchten. Dort sollen die mehrjährigen garantierten Boni abgeschafft werden. Wer hat sich den Quatsch überhaupt ausgedacht?

Es grüßt Jürgen vom Gehälterblog

Es ist ja wirklich kein Geheimnis, dass der Erfolg von Gehaltsverhandlungen von der Vorbereitung abhängt. “Hey Boss, ich brauche mehr Kohle! Warum? Ich habe zu hohe Ausgaben! Aha. …” haut wahrscheinlich nicht hin. Also: Hinsetzen, Argumente sammeln, was kann/will ich zukünftig für die Firma erreichen und warum sollte das meinem Boss mehr Geld wert sein. Das ist nicht einfach, aber ohne Vorbereitung kann die Gehaltsverhandlung zum Fiasko geraten.

Im Internet haben wir ein cooles Video von einem jungen IT-Consultant gefunden, der sich bei Berufseinstieg etwas zu schlecht verkauft hat und sich überlegt, wie er nach 1-2 Jahren die Gehaltsverhandlungen mit seinem Chef angehen soll.

Als Systemanalytiker erinnert er sich an die Spieltheorie aus seinem Studium. Damit kann der junge Mann eine gute Gehaltssteigerung für sich rausholen. Pretty cool. Here we go!

Also Freunde der Kunst. Keine Angst vorm Verhandeln. Wenn Ihr einen guten Job macht, wird Eurem Chef schon an Eurem Wohl gelegen sein :-)

Machts gut. Euer Jürgen vom Gehälterblog