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Gehälter Blog

Informationen, Tipps und Trends rund um Karriere, Gehalt, Gehaltsverhandlung und Vergütung

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Category: Gehaltsstudien

Am Mittwoch dieser Woche wartete das manager magazin mit dem Titel “Gehalt 2009 – Einkommen der Deutschen  sinkt” auf. Da fragt man sich dann unwillkürlich: Auf wen oder was beziehen die das jetzt? Am Ende noch auf einen selbst?

Danach könnte man sich fragen, warum wohl die Gehälter gesunken sind… mhm, Stichwort Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit usw.

Der Artikel befasst sich vor dem Hintergrund der Rezession mit den Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die dieses am selbigen Tag veröffentlicht haben. Diese beziehen sich auf die “verfügbaren Einkommen der privaten Haushaltem, welche im vergangenen Jahr nur um 0,4% zulegten.” Parallel dazu blieb die Sparquote im Vergleich zu 2008 konstant.

Sinngemäßes Fazit des Artikels: Hätte schlimmer kommen können. Natürlich im Vergleich zu den Unternehemn gemeint, denn diese haben ordentlich gelitten!

“Damit kamen die Beschäftigten aber noch wesentlich glimpflicher durch die Krise als die Untenehmen. Während die Arbeitnehmerentgelte nur um 0,2 Prozent zurückgingen, schrumpften die Unternehmens- und Vermögenseinkommen um 11 Prozent und damit so stark wie noch nie seit Beginn der Detailstatistik 1970. Das Volkseinkommen, die Summe dieser drei Faktoren, sank erstmals seit der Wiedervereinigung um 4 Prozent auf 1,811 Billionen Euro.”

Zudem stiegen die Lohnstückkosten und die Arbeitsproduktivität – Wirtschaftsleistung pro Beschäftigten – sank um rund 5%. Ein Niedergang, denn es so nach dem 2. Weltkrieg in der Bundesrepublik nicht gab. Für 2010 gibt Andreas Scheuerle, Volkswirt der DekaBank folgende Losung aus und hier schließt sich der  Kreis dieses kleinen SumUp`s.

“Die real verfügbaren Einkommen werden 2010 wohl schrumpfen”, sagte Volkswirt Andreas Scheuerle von der DekaBank und begründete dies mit anziehender Inflation und geringeren Lohnabschlüssen. Die Sparquote werde – auch wegen zunehmender Angst vor dem Jobverlust – auf 11,6 Prozent klettern.”

Und wir klettern jetzt ins Wochenende. Aber nicht ohne unsere Leserschaft darin zu bestärken, weiter “Gas zu Geben”.

Euer Johannes vom Gehälterblog

Hallo und guten Tag Freunde der Kunst und am Gehalt Interessierte. Seit Ende vergangenen Jahres läuft die aktuelle Umfrage zur Gehaltsstudie von alma mater. Alle Arbeitgeber, Unternehmen, Führungskräfte und Personalverantwortliche sind eingeladen, mit ihrer Meinung und Expertise an der größten Umfrage zum Thema Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen mitzuwirken.

Bis heute haben sich bereits über 300 Unternehmen an der Umfrage beteiligt. Es können aber sehr gerne noch sehr viel mehr werden. Die Umfrage läuft noch bis Mitte Februar und wir hoffen, dass wir die Teilnehmerzahl vom vergangenen Jahr – 685 Unternehmen – übertreffen können.

Ein Blick auf die ersten Ergebnisse zeigt aber schon einmal an, dass wir auch dieses Jahr wieder einen repräsentativen Spiegel der Unternehmen nach Größe, Branche und Regionen erreichen werden.

Alle Teilnehmer erhalten kostenfrei umgehend nach Auswertung der Studie den Ergebnisbericht per E-Mail. Ansonsten werden wir die wichtigsten Ergebnisse natürlich auch hier auf dem Gehälterblog veröffentlichen.

Jürgen vom Gehälterblog

Im Internet sind wir auf die Ergebnisse von www.lohnspiegel.de zum Thema: “Gehälter und Vergütung von Ingenieuren” aufmerksam geworden. Lohnspiegel ist ein Informationsangebot der gewerkschaftsnahen Hans-Bökler-Stiftung.

Soviel vorab – Die Verdienstmöglichkeiten von Ingenieuren und Ingenieurinnen sind überdurchschnittlich. Hier der Kurzauszug von der Seite des Lohnspiegels.

Das Bruttomonatseinkommen von Ingenieuren und Ingenieurinnen beträgt ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 40-Stunden-Woche durchschnittlich 4.341 Euro. Je nach Fachrichtung variiert dieses Einkommen zwischen 4.478 Euro bei Maschinenbauingenieur/innen und 3.175 Euro bei Ingenieur/innen für Raumplanung. Es steht nicht explizit dabei, deshalb ist wohl von 12 Monatsgehältern auszugehen. Tarifvertraglich können Mitarbeiter in Industriebetrieben aber realistisch eher von 13-14 Gehältern ausgehen.

Zu diesem Ergebnis kommt die Online-Umfrage von www.lohnspiegel.de, an der sich rund 7.000 Ingenieure und Ingenieurinnen beteiligt haben. Die Daten beziehen sich auf elf Ingenieurs- und verwandte Berufe und kommen unter anderem zu folgenden Ergebnissen:

  • Je höher der Abschluss, desto höher der Verdienst. Ingenieur/innen mit Fachhochschulabschluss verdienen im Schnitt 4.112 Euro brutto, ihre Kolleginnen und Kollegen mit Universitätsabschluss liegen bei 4.408 Euro und promovierte Ingenieur/innen kommen durchschnittlich auf 5.257 Euro.
  • Berufserfahrung zahlt sich aus. Das Monatseinkommen von Ingenieur/innen mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung beträgt im Schnitt 3.463 Euro, bei 20 bis 29 Jahren Berufserfahrung steigt es auf rund 5.000 Euro.
  • Frauen verdienen als Ingenieurinnen deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Im Durchschnitt liegt ihr Einkommen rund 17 Prozent unter dem der Männer.
  • Zwischen West- und Ostdeutschland besteht ein beträchtliches Einkommensgefälle: Das Ingenieureinkommen in den neuen Bundesländern liegt im Schnitt knapp 26 Prozent niedriger als in den alten Ländern.
  • Betriebsgröße zählt. In Betrieben mit unter 100 Beschäftigten beträgt das Monatseinkommen 3.610 Euro, in Betrieben mit bis zu 500 Beschäftigten klettert es im Durchschnitt bereits auf knapp 4.175 Euro und in noch größeren Betrieben liegt es im Schnitt bei 4.794 Euro.
  • In tarifgebundenen Betrieben liegt das Monatseinkommen der Ingenieur/innen mit durchschnittlich 4.652 Euro rund 740 Euro über dem Gehalt in nicht tarifgebundenen Betrieben.

Das Projekt “LohnSpiegel” erhebt und analysiert die Einkommens- und Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in Deutschland. Es ist Bestandteil des internationalen Wage-Indicator-Netzwerks, an dem Projekte aus insgesamt 35 Ländern mit gleicher Zielrichtung beteiligt sind. Die LohnSpiegel-Daten werden im Rahmen einer kontinuierlichen Online-Erhebung ermittelt, an der sich die Besucherinnen und Besucher der Webseite www.lohnspiegel.de
freiwillig und anonym beteiligen können. Zur Zeit bietet der LohnSpiegel einen Online-Gehalts-Check für rund 180 Berufe.

Eine detaillierte Auswertung können Interessierte direkt von der Webseite www.lohnspiegel.de runterladen.

Die F.A.Z eröffnete neulich Ihren Beruf und Chance Teil mit dem Titel: Zurück auf Los.

In dem recht ausführlichen Artikel geht es darum, daß diejenigen, welche währende etwa der letzten Rezession ihren Job verloren haben, auch noch zwanzig Jahre !!! später sich daran zurückerinnern werden.

Warum? Untersuchungen des IAB, der Social Security Administration sowie der Columbia University kommen zu erschreckenden statistischen Ergebnissen:

“Wer in Amerika in einer Rezession seinen Job verliert, verdient auf einem neuen Arbeitsplatz im Schnitt 30 Prozent weniger als die glücklichen Kollegen, die ihre Stelle behalten haben. Auch noch lange Zeit später wirken diese Einkommenseinbußen nach: Selbst nach 15 bis 20 Jahren verdient der Betroffene noch bis zu 20 Prozent weniger. Auch gesundheitlich verheißt eine Kündigung nichts Gutes: Für Männer verdoppelt sich die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Todes direkt nach einer Kündigung.”

altes_gehaltsniveau

Und für Deutschland sehen die Zahlen nicht wesentlich besser aus:

“Trotz des üppigen Arbeitslosengeldes und der nahezu unbegrenzten Arbeitslosenhilfe der achtziger Jahre summieren sich die Einkommensverluste in den 15 Jahren nach der Entlassung hierzulande ebenfalls dauerhaft auf bis zu 15 Prozent. Unterschiede ergeben sich azwar dadurch, dass das Lohnspektrum in Deutschland nicht so groß ist wie in den Vereinigten Staaten, sagt Wachter, der die amerikanische Studie gemeinsam mit seinem Kollegen von der Columbia-Universität Johannes Schmieder und Stefan Bender vom IAB mit Zahlen aus der deutschen Beschäftigungsstatistik neu aufgelegt hat. Allerdings verbringen die Menschen eine längere Zeit in der Arbeitslosigkeit, bevor sie wieder eine neue Stelle finden.”

Wie erklären die Forscher sich nun diese drastischen Ergebnisse? Das Problem scheint die Spezialisierung zu sein, der sich die Arbeitnehmer verschreiben, in deren Folge sie mit zunehmendem Alter an Mobilität und Flexibilität verlieren.

Denn die Spezialisierung hat eben den ihr innewohnenden offensichtlichen Nachteil de rKonzentration auf eine bestimmte Profession. Und um das gleiche Gehalt nach einem Arbeitsplatzverlust zu erhalten, wie zuvor, wird es schwierig für den Arbeitnehmer, “besonders im fortgeschrittenen Alter, wenn er nicht mehr so flexibel und mobil ist wie früher.”

Letztlich führt das Szenario dazu, daß der Arbeitnehmer eher den Zuschlag für einen “Durchschnittsjob” mit geringerem Einkommen erhält. Duies muß aber nicht sein, wenn der Arbeitnehmer sich seine Flexibilität erhält.

Schließlich hat eine weitere Forschergruppe festgestellt: “Selbst mit einer neuen Stelle liegt die Sterbewahrscheinlichkeit nach einem Arbeitsplatzverlust immer noch 10 bis 15 Prozent höher als im Durchschnitt, was einen Mann von Mitte 40 eineinhalb Jahre seines Lebens kosten kann. Allerdings dürfte nach Auffassung von Wachter auch die schwierige Situation der amerikanischen Krankenversicherung eine große Rolle spielen. „In Europa dürfte es geringere Effekte geben“, sagt er.”

Das heißt als für Euch: Versucht Euch im Rahmen de sMöglichen unersetzlich zu machen, ohne dabei aber auf eine gute Work-Life-Balance zu verzichten oder gar dem Perfektionismus Tür und Tor zu öffnen. Letzterer ist gut, aber auch nur in Maßen. Denn er kann schlicht dazu führen, daß man seine Aufgaben einfach nicht bewältigt. Und dann kann man im schlimmsten Fall an der Schwelle zum Jobverlust stehen.

Euer Ghost vomn Gehälterblog

Mitte Novemer 2010 ist es wieder soweit: alma mater ruft zum sechsten Mal in Folge Unternehmen, Arbeitgeber und Körperschaften des Öffentlichen Rechts zur Teilnahme an der “Gehaltsstudie – Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen” auf.

Der Fragebogen der aktuellen Gehaltsstudie ist bis Mitte Februar 2010 geschaltet. Alle Arbeitgeber – unabhängig von Größe, Standort oder Branche – sind zur Teilnahme aufgerufen.

Im vergangenen Jahr haben rund 700 Firmen daran teilgenommen. Das möchten wir in diesem Jahr wieder toppen. Über die Gehaltsstudie wurde in Print- und Online-Medien sowie Blogs berichtet, wie z. B. Die Welt, Süddeutsche Zeitung, Personalwirtschaft oder karriere.de und Karrierebibel.de.

Die Umfrage ist anonym. Wir haben den Fragebogen bewusst kurz und knapp gehalten, um Ihre Zeit nicht zu sehr in Anspruch zu nehmen. Die Beteiligung an unserer Umfrage stiftet Ihnen Nutzen, denn als Teilnehmer erhalten Sie auf Wunsch als einer der Ersten den Ergebnisbericht kostenfrei von uns zugeschickt.

Für Ihre Teilnahme bedanken wir uns schon jetzt.

Jürgen und Johannes vom Gehälterblog

Ich habe im eigenen Interesse, weil wir eine Übernahme unseres PR-Volontärs planten mal die Verdienstsituation im Bereich Junior-Referenten PR/Medien recherchiert. Und da hat es mir schon ein bisschen die Socken ausgezogen, denn die Verdienstmöglichkeiten in dem Marktsegment sind gelinde gesagt nicht so doll.

Recherchen auf Seiten wie Gehaltsvergleich, Gehaltscheck und den Community-Foren bei XING ergab immer ein ähnliches Bild. Die Verdienstmöglichkeiten liegen hier – berücksichtigt man, dass überwiegend Leute mit akademischem Abschluss gesucht werden – unterduchschnittlich.

Ich will meeeeehr

"Ich will meeeeehr"

Gehaltsvergleich schreibt zum Beispiel: “Klassischerweise haben PR-Berater und -Manager ein Kommunikations- oder Journalismusstudium absolviert. Heute bestehen aber auch Einstiegsmöglichkeiten als Trainee oder Volontär. [..] Beim Karrierestart als PR-Assistent wird ein Einstiegsgehalt von 25.000 gezahlt. PR-Juniormanager erhalten ein Einkommen von rund 31.500 Euro. Bei einem Seniorberater liegt der Verdienst bei rund 50.000 Euro und mehr.”

Wir haben nachgerechnet: Ein PR-Assistent käme mit 25.000 Euro pro Jahr dann auf ein Nettomonatsgehalt von 1.353 Euro (lt. Gehaltsrechner von nettolohn.de) – nicht so prall.

Eine genaue Analyse der teilweise sehr langen Threads bei Xing & Co. hat ergeben, dass Einsteiger in die PR-Branche ziemlich kurz gehalten werden. Einige Schreiber gaben an, dass sie auch über längeren Zeitraum mit Gehältern um 20.000 Euro konfrontiert sind. Einhellige Meinung ist, dass Agenturen tendenziell weniger bezahlen als Verlage und Unternehmen.

Wie sind Eure Erfahrungen?

Jürgen vom Gehälterblog

Eben hat HORIZONT.NET mit einer TOPSTORY aufgemacht. Titel: “Gehälter in der Digitalbranche steigen trotz Wirtschaftskrise”. So, was steht da nun drin, denn euch wird es sicherlich interessieren, insbesondere dann, wenn Ihr in der Digitalen Wirtschaft arbeitet oder arbeiten wollt. Das heißt, es wurden “Agenturen und Unternehmen in den Bereichen Onlinemarketing, Multimedia, E-Commerce und anderen Medienkonvergenz-Märkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz” befragt.

Herausgekommen ist das folgende Ergebnis, das viele vielleicht überraschen wird :

“Trotz Wirtschaftskrise steigen die Gehälter in der Digitalwirtschaft, teilweise sogar zweistellig.

Durchschnittlich verdienen die Beschäftigten 54.500 Euro jährlich – abhängig von Alter, Funktion und Profession.

Die unter 30-Jährigen erhalten im Schnitt 40.000 Euro im Jahr,

die Altersgruppe der bis 34-Jährigen liegt schon bei 49.100 und

die der bis 40-Jährigen bereits bei 65.700 Euro.

Spitzenverdiener ist die Altersgruppe der Generation 50+. Sie liegt im arithmetischen Mittel bei 93.700 Euro.”

Die Zahlen des “Gehalts- und Karrierevergleichs Digitale Wirtschaft 2010″ können sich durchaus sehen lassen! Wenn Ihr die Ergebnisse noch genauer unter die Lupe nehmen wollt, dann schaut einfach mal beim Hightext Verlag in München vorbei, der die Ergebnisse bereits zum 6. Mal publiziert hat. Allerdings ist der Bericht kostenpflichtig.

Euer Ghost

Manche von Euch haben es geahnt… und sie hatten Recht. Die Netzzeitung bezieht sich in ihrem heutigen Artikel “Gehaltslücke wächst mit dem Alter:  Schon Berufsanfängerinnen schlechter bezahlt” auf die ebenfalls heute vorgestellte Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

[...] “Im ersten Jahr verdienen Berufsanfängerinnen demnach im Durchschnitt 2197 Euro, Männer jedoch 2677 Euro. Für die Studie wurden die Verdienste von 16.000 Berufsanfängern ausgewertet. Hinzu kommt: Mit zunehmenden Berufsjahren wächst der Lohnabstand. Frauen mit vier bis zehn Jahren im Beruf liegen beim Verdienst 21,8 Prozent hinter ihren männlichen Kollegen. Im Westen fällt die Kluft höher aus als im Osten. Dort schrumpft sie – anders als im Westen –mit wachsender Zahl der Berufsjahre.”

Zudem weist die Netzzeitung auf die Branchenunterschiede hin: [...] “Die größte Einkommenskluft wurde mit 21,2 Prozent im Kredit- und Versicherungsgewerbe ermittelt, die geringste – mit 4,9 Prozent – in der Energie- und Wassersparte. Im Vergleich von Berufsgruppen ermittelte das WSI in den EDV- und IT-Berufen einen geschlechtsspezifischen Rückstand von zehn Prozent. Etwa doppelt so groß ist er in den Berufen der Nahrungsverarbeitung.”

Fazit: Das ist Lohndiskrimienierung! Letztlich sollte Bezahlung leistungsgerecht sein und nicht vom Geschlecht abhängen, sondern von der Qualifikation und der Leistung! Wann ändert sich das endlich einmal?

Euer Ghost

Diese Woche wurden wir zu zwei interessanten Interviews zu den Themen Berufseinstieg von Absolventen und den Gehaltschancen gebeten. Die Gehaltsstudie von alma mater scheint nun im 5. Jahr zunehmend Resonanz bei der Presse zu finden. Das freut uns. :-)

Mitte Oktober wird in der Süddeutschen Zeitung in der Beilage “Uni und Beruf” ein interessanter Artikel von Nicola Holzapfel erscheinen. Sie ist eine renommierte Gehaltsspezialistin und hat auch bereits ein interessantes Buch zu dem Thema veröffentlicht (“Ich verdiene mehr Gehalt. Was Sie für Ihre erfolgreiche Gehaltsverhandlung wissen müssen”).

Ferner werden in Kürze einige Expertenstatements von alma mater in der Schwäbischen Zeitung abgedruckt.

Ein weiterer interessanter Artikel zum Thema “Akzeptanz des Bachelor-Abschlusses in der Wirtschaft” wird in einer der nächsten Ausgaben von Personalwirtschaft erscheinen. Vielen Dank allen Pressevertretern! Anfragen beantworten wir gerne unter pr@alma-mater.de

Wie titelte das große deutsche Nachrichtenmagazin in seiner Online Ausgabe vor etwa einem Monat:

“Gehaltsreport – Ein Drittel der Berufseinsteiger kassiert Boni”

Aha. Wie Boni? Für Absolventen? Das versteh ich nun wirklich nicht…also heißt es Lesen. Und da steht Einiges, wovon ich aber das Interessante mal fettmarkiert habe:

“Prämien erhalten nicht nur Wirtschaftskapitäne und gierige Banker. Auch Berufsanfängern bieten Arbeitgeber oft einen Mix aus festen und variablen Zahlungen an. Über die Risiken und Nebenwirkungen informiert der Gehaltsreport – und zeigt, welche Leistungsanreize in welchen Branchen üblich sind.

“Warum eigentlich nicht?” dachte sich Ralf Meyer*, als er seinen ersten Arbeitsvertrag unterzeichnete. Mit seiner Unterschrift willigte der Wirtschaftswissenschaftler ein, dass sein Gehalt zu 90 Prozent fix ist und zu zehn Prozent variabel, also entsprechend seiner Leistung, ausgezahlt wird. “Das war für mich kein Problem”, meint Meyer, “denn bei guter Leistung bekomme ich ja mein volles Gehalt.” Und bisher hat sich der Leistungswille von Ralf Meyer ausgezahlt: “Seit ich hier bin, habe ich jedes Jahr mehr als 100 Prozent verdient.”

Wie Ralf Meyer müssen immer mehr Absolventen damit rechnen, dass ihnen ihr Arbeitgeber ein Einkommensmodell mit festen und variablen Elementen wie Prämien, Boni oder Verkaufsprovisionen anbietet. Denn längst statten Unternehmen nicht mehr nur ihre oberen Management-Etagen oder Vertriebsmitarbeiter mit entsprechenden Verträgen aus. Bereits jeder dritte Berufseinsteiger hat nach einer Auswertung der Hamburger Vergütungsberatung PersonalMarkt eine Prämienregelung.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Chef und Mitarbeiter vereinbaren Ziele, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums erfüllt werden sollen. Wer sein Ziel erreicht, bekommt zusätzlich zum Fixgehalt Geld. Wer mehr erreicht, als vereinbart war, kann sich über weitere Zuschläge freuen. Wer seine Ziele nicht oder nur teilweise erreicht, muss mit Abstrichen beim Bonus rechnen.

[...]

Für Berufseinsteiger hält sich das Risiko schwankender Bezüge in Grenzen, denn sie bekommen meist Beträge zwischen einem halben und einem Monatsgehalt zusätzlich ausgezahlt. Erst mit zunehmender Berufstätigkeit gewinnen variable Zahlungen an Bedeutung. Dann gilt: Je höher eine Position innerhalb der Unternehmenshierarchie angesiedelt ist, desto größer fällt der variable Gehaltsanteil aus.

Bei einem Jahresbruttogehalt bis 30.000 Euro jährlich, so eine Auswertung von PersonalMarkt, macht der Anteil der Prämien im Schnitt gerade einmal fünf Prozent vom Grundgehalt aus (siehe Grafiken in der Fotostrecke links oben auf dieser Seite). Wer zwischen 30.000 und 50.000 Euro verdient, erhält bis zu acht Prozent des Grundgehalts in Formen von Prämien. Bei Einkommen zwischen 50.000 und 80.000 Euro jährlich sind es dann im Schnitt neun Prozent. Erst bei Spitzengehältern von über 120.000 Euro im Jahr beläuft sich der Prämienanteil auf rund 30 Prozent des Grundgehalts.

Gutes Geld für gute Leistung

In der Regel ist der Bonus ein Mix aus individueller Leistung und Unternehmenserfolg. So wie bei Alexander Wagner*, der als Online-Manager bei einem Versandhändler arbeitet. In seiner Firma gibt es ein festes Prämienbudget. Die Ziele werden monatlich festgelegt und setzen sich zu je einem Drittel aus dem Firmenerfolg, dem Zeitaufwand für bestimmte Aufgaben und dem Erreichen von konkreten Projektzielen zusammen.

Alles in allem beträgt sein Prämienanteil rund 20 Prozent vom Grundgehalt. “Bisher habe ich meine Ziele immer zu 70 bis 80 Prozent erreicht”, erzählt der Master-Absolvent. Grundsätzlich findet er Prämienregelungen gut, betont aber: “Ein Bonus sollte eher zusätzliche Motivation sein und nicht den Lebensstandard sichern.”

Es gibt Branchen, in denen Prämien- oder weit verbreitet sind, andere Branchen dagegen halten sich bei der leistungs- oder erfolgsabhängigen Vergütung eher zurück. Am ehesten können Berufseinsteiger bei Beratungsunternehmen Boni einstreichen: Rund 60 Prozent aller Berufseinsteiger haben hier eine Prämienregelung. Die Höhe der Prämie liegt im Schnitt bei 4000 Euro im Jahr, kann aber auch deutlich höher ausfallen.

Besser klare als butterweiche Ziele vereinbaren

Sehr beliebt sind Prämienzahlungen auch bei Banken, in der Pharmaindustrie, in der Chemiebranche und in der Telekommunikationsbranche. Dagegen bekommen lediglich fünf Prozent aller Berufseinsteiger bei Öffentlichen Verwaltungen beziehungsweise Behörden Prämienzahlungen. Die Prämie selbst liegt im Schnitt bei gerade einmal 500 Euro jährlich. Weniger gängig sind variable Zahlungen auch in der Tourismuswirtschaft, in Ingenieurbüros und bei sozialen Einrichtungen.

Auch auf die Tätigkeit kommt es an. Nirgendwo sonst wird ein so großer Teil des Gehalts erfolgsabhängig gezahlt wie im Vertrieb. In der Regel erhalten “Verkäufer” ein mehr oder minder hohes Grundgehalt, das durch umsatzabhängige Anteile aufgestockt wird. Im Vertrieb haben bereits 41 Prozent aller Berufseinsteiger eine Prämienregelung. Die Höhe der Prämie liegt im Schnitt bei 4000 Euro jährlich. In den Bereichen Personal, Finanz- und Rechnungswesen sowie IT hat dagegen nur rund ein Drittel aller Berufseinsteiger, deren Daten ausgewertet wurden, eine Prämienregelung – und in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen sogar nur ein Viertel aller Berufsanfänger.

Auf den Vorschlag, einen Teil ihres Gehalts leistungsbezogen zu bekommen, sind viele Berufseinsteiger nicht eingestellt. Dabei lässt sich über solche variablen Gehaltsteile nicht nur trefflich verhandeln, sondern bei entsprechender Leistung auch noch ein wenig mehr Geld herausholen. Wer seine Prämie allerdings auf eine butterweiche Formulierung wie “Verbesserung der Organisation” aufbaut, macht es seinem Chef leicht, sich am Zahltag herauszuwinden. Besser ist es, zwei oder drei klar definierbare, messbare und vor allem auch erreichbare Ziele zu definieren.”

(Quelle: SpiegelOnline, Gehaltsreport – Ein Drittel der Berufseinsteiger kassiert Boni, 21.08.2009)

Jetzt ist alles klar! Also, dann achten wir in Zukunft alle mal darauf, wie das angebotene Gehalt “gestrickt” ist, ob fix oder variabel. Kommt ja schließlich auch auf die Branche an, in der man sich bewirbt. Tja, da redet alle Welt von den Boni für Manager, aber niemand über die für Berufseinsteiger… Könnte natürlich daran liegen, daß diese auf der Karriereleiter resperktive Hierachiebene ganz unten angesiedelt sind…:)

Euer Ghost