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Gehälter Blog

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Tag: Arbeitnehmer

Die F.A.Z eröffnete neulich Ihren Beruf und Chance Teil mit dem Titel: Zurück auf Los.

In dem recht ausführlichen Artikel geht es darum, daß diejenigen, welche währende etwa der letzten Rezession ihren Job verloren haben, auch noch zwanzig Jahre !!! später sich daran zurückerinnern werden.

Warum? Untersuchungen des IAB, der Social Security Administration sowie der Columbia University kommen zu erschreckenden statistischen Ergebnissen:

“Wer in Amerika in einer Rezession seinen Job verliert, verdient auf einem neuen Arbeitsplatz im Schnitt 30 Prozent weniger als die glücklichen Kollegen, die ihre Stelle behalten haben. Auch noch lange Zeit später wirken diese Einkommenseinbußen nach: Selbst nach 15 bis 20 Jahren verdient der Betroffene noch bis zu 20 Prozent weniger. Auch gesundheitlich verheißt eine Kündigung nichts Gutes: Für Männer verdoppelt sich die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Todes direkt nach einer Kündigung.”

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Und für Deutschland sehen die Zahlen nicht wesentlich besser aus:

“Trotz des üppigen Arbeitslosengeldes und der nahezu unbegrenzten Arbeitslosenhilfe der achtziger Jahre summieren sich die Einkommensverluste in den 15 Jahren nach der Entlassung hierzulande ebenfalls dauerhaft auf bis zu 15 Prozent. Unterschiede ergeben sich azwar dadurch, dass das Lohnspektrum in Deutschland nicht so groß ist wie in den Vereinigten Staaten, sagt Wachter, der die amerikanische Studie gemeinsam mit seinem Kollegen von der Columbia-Universität Johannes Schmieder und Stefan Bender vom IAB mit Zahlen aus der deutschen Beschäftigungsstatistik neu aufgelegt hat. Allerdings verbringen die Menschen eine längere Zeit in der Arbeitslosigkeit, bevor sie wieder eine neue Stelle finden.”

Wie erklären die Forscher sich nun diese drastischen Ergebnisse? Das Problem scheint die Spezialisierung zu sein, der sich die Arbeitnehmer verschreiben, in deren Folge sie mit zunehmendem Alter an Mobilität und Flexibilität verlieren.

Denn die Spezialisierung hat eben den ihr innewohnenden offensichtlichen Nachteil de rKonzentration auf eine bestimmte Profession. Und um das gleiche Gehalt nach einem Arbeitsplatzverlust zu erhalten, wie zuvor, wird es schwierig für den Arbeitnehmer, “besonders im fortgeschrittenen Alter, wenn er nicht mehr so flexibel und mobil ist wie früher.”

Letztlich führt das Szenario dazu, daß der Arbeitnehmer eher den Zuschlag für einen “Durchschnittsjob” mit geringerem Einkommen erhält. Duies muß aber nicht sein, wenn der Arbeitnehmer sich seine Flexibilität erhält.

Schließlich hat eine weitere Forschergruppe festgestellt: “Selbst mit einer neuen Stelle liegt die Sterbewahrscheinlichkeit nach einem Arbeitsplatzverlust immer noch 10 bis 15 Prozent höher als im Durchschnitt, was einen Mann von Mitte 40 eineinhalb Jahre seines Lebens kosten kann. Allerdings dürfte nach Auffassung von Wachter auch die schwierige Situation der amerikanischen Krankenversicherung eine große Rolle spielen. „In Europa dürfte es geringere Effekte geben“, sagt er.”

Das heißt als für Euch: Versucht Euch im Rahmen de sMöglichen unersetzlich zu machen, ohne dabei aber auf eine gute Work-Life-Balance zu verzichten oder gar dem Perfektionismus Tür und Tor zu öffnen. Letzterer ist gut, aber auch nur in Maßen. Denn er kann schlicht dazu führen, daß man seine Aufgaben einfach nicht bewältigt. Und dann kann man im schlimmsten Fall an der Schwelle zum Jobverlust stehen.

Euer Ghost vomn Gehälterblog

Eine kleine Meldung, die aber den Norden der Republik erschüttert! Das Statistikamt Nord hat sich mal die “Verdienste in Hamburg und Schleswig-Holstein im 2. Quartal” genauer angesehen. Und was daraus wird, wenn man sich den Newsticker betrachtet, lest Ihr hier: Hamburger verdienen mehr als Schleswig-Holsteiner, titelt Welt Online und fährt fort:

Vollzeitbeschäftigte in Hamburg verdienen im Schnitt 550 Euro mehr als ihre Kollegen in Schleswig-Holstein. Während die Arbeitnehmer in der Hansestadt im zweiten Quartal 2009 auf einen monatlichen Verdienst von rund 3500 Euro kamen, waren es im nördlichsten Bundesland knapp 2950 Euro, teilte das Statistikamt Nord am Mittwoch mit. Das bedeutet einen Anstieg von 1,2 und 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Mit durchschnittlich 39,4 Wochenstunden arbeiteten die Beschäftigten des Dienstleistungssektors in Schleswig-Holstein am meisten. Arbeitnehmer im produzierenden Gewerbe hatten hingegen in beiden Ländern nur 37,6 Wochenstunden.”

Und dann müssen die Holsteiner auch noch länger für weniger Gehalt arbeiten… Das geht echt nicht. Wenn das nicht zu größeren Wellen an Arbeitsmigration von Holstein nach Hamburg führen wird… Die Nordlichter. Aber fürs Erste heißt es an Euch gewandt: Hummel hummel – mors mors!

Euer Ghost