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Gehälter Blog

Informationen, Tipps und Trends rund um Karriere, Gehalt, Gehaltsverhandlung und Vergütung

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Tag: Gehaltsverhandlung

Veranstaltungshinweis:

Webinar: Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen
21. Oktober von 17 – 18 Uhr

„Was kann ich nach dem Studium verdienen?“, “In welchen Funktionen und Branchen verdient man besonders gut?”, „Welche Zusatzleistungen sind in meinem Traumberuf üblich?“ oder „Welche Forderungen kann ich als Berufseinsteiger überhaupt stellen?“ und nicht zuletzt: “Wie gehe ich strategisch in die Gehaltsverhandlung rein?”

Diese und ähnliche Fragen stellen sich viele Berufseinsteiger, aber auch Young Professionals während der Bewerbungsphase. Jürgen Bühler, der Geschäftsführer von alma mater und Initiator der Gehaltsstudie von alma mater gibt im Webinar Antworten auf solche und andere Fragen, hilfreiche Hintergrundinformationen aus Sicht von Personalverantwortlichen sowie Tipps zu den Themen Gehalt und Gehaltsverhandlung.

Interessierte finden weitere Informationen und den Direktlink ins Webinar unter: http://career-journal.emea.acrobat.com/alma/

Das Webinar findet in Zusammenarbeit mit dem Karriereportal CAREER-JOURNAL.COM statt und ist kostenfrei.

Im Karriereguide von Absolventa habe ich ein paar echt gute Tipps für Leute gefunden, die sich eine Gehaltserhöhung erhoffen. Die 10 Tipps habe ich Euch direkt unten unkommentiert zitiert. Weitere Infos könnt Ihr auch bei Absolventa im Karriereguide nachschlagen.

Hier sind die Top-10, damit es auch mit Deiner Gehaltserhöhung klappt.

1. Den richtigen Ansprechpartner wählen: Grundsätzlich solltest Du in Sachen Gehaltserhöhung immer zuerst Deinen direkten Vorgesetzten ansprechen. Auch wenn dieser nicht die letzte Entscheidung darüber trifft, solltest Du ihn ins Vertrauen ziehen. Versuche ihn zu Deinem Verbündeten zu machen, damit er Dich beim Entscheidungsträger in Deinem Wunsch unterstützt.

2. Selbstvermarktung: Für eine erfolgreiche Gehaltserhöhung ist es notwendig, dass Dein Vorgesetzter Dich und Deine Arbeitsleistung gut kennt. Übst Du Dich zu sehr in Bescheidenheit und Zurückhaltung, dann kann das Deine Chancen auf ein höheres Gehalt schmälern. Hier gilt das Motto: Tue Gutes und rede darüber. Informiere Deinen Chef in regelmäßigen Abständen über Deine guten Leistungen. Sei dabei aber nicht zu aufdringlich.

3. Der Zeitpunkt: Einen entscheidenden Einfluss hat auch der Zeitpunkt, den Du für die Gehaltserhöhung wählst. Am besten ist es, z.B. den erfolgreichen Abschluss eines großen Auftrags oder eines Projektes abzuwarten oder die Veröffentlichung positiver Unternehmenszahlen. Ist gerade besonders viel zu tun, warte mit dem Gehaltsgespräch, bis sich die Lage etwas beruhigt hat, und der Chef terminlich etwas Luft hat.

4. Termin vereinbaren: Vereinbare einen festen Gesprächstermin, damit Du Deine Gehaltserhöhung in Ruhe besprechen kannst.

5. Eine angenehmen Gesprächsatmosphäre schaffen: Falle niemals mit der Tür ins Haus und frage direkt nach mehr Gehalt. Beginne das Gespräch mit etwas Smalltalk. Das lockert die Situation auf und hilft Dir, Deine möglicherweise vorhandene Nervosität zu überwinden.

6. Den richtigen Einstieg in die Gehaltsverhandlung finden: Auch hier gilt, nicht direkt eine Gehaltserhöhung ansprechen. Versuche lieber nach Deinen Aufstiegsmöglichkeiten zu fragen oder, ob Du neue Projekte mit mehr Verantwortung betreuen könntest. Vor allem sollte aber Deine eigene Leistungsbilanz Thema des Gesprächs sein. Stelle heraus, mit welchen Maßnahmen Du die wirtschaftliche Lage des Unternehmens positiv beeinflusst hast und worin der Wert Deiner Arbeit für die Firma besteht.

7. Die eigenen Leistungen belegen: Im Idealfall kannst Du Deine Leistungen im Gespräch auch mit konkreten Zahlen und Fakten belegen.

8. Bei der Gehaltserhöhung nicht übertreiben: Du sollst zwar Deine eigenen Leistungen in den Vordergrund stellen, aber trotzdem nicht übertreiben und sämtliche unternehmerischen Erfolge auf Dich beziehen. Es gilt, den richtigen Mittelweg zu finden und realistisch zu bleiben. Ansonsten ist es für den Arbeitgeber ein Leichtes, Deine Forderung zurückzuweisen.

9. Angemessen auf Ablehnung reagieren: Dein Chef wird sicherlich versuchen, Deinen Wunsch nach einer Gehaltserhöhung abzuwimmeln oder Dir nur eine kleine Gehaltserhöhung anbieten. Dazu wird er verschieden Ablehnungstaktiken anwenden, z.B. die schlechte wirtschaftliche Lage des Unternehmens herauskehren, auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten, auf die Gehaltsstrukturen im Unternehmen verweisen oder Dir ggfs. Sogar Undankbarkeit vorwerfen. Lass Dich dadurch nicht von Deinem eigentlichen Ziel abbringen. Die Gegenargumente kannst Du mithilfe Deiner eigenen Leistungsbilanz und guter Recherche im Vorfeld relativ leicht entkräften. Bleib aber immer höflich und lass Dich nicht provozieren.

10. Kompromisse schließen: Geh mit drei Gehaltszielen in die Gehaltsverhandlung: einem Maximalziel, einem Mittelwert und einem Minimalziel. Überleg Dir außerdem, welche Zusatzleistungen eine Alternative zu einer reinen Gehaltserhöhung wären, z.B. ein Dienstwagen oder Tankgutscheine. Zusatzleistungen kannst Du in Erwägung ziehen, wenn der Gehaltssprung, den Du Dir vorgestellt hast, etwa nicht möglich ist.

(Tipps gefunden auf www.absolventa.de)

Ergo: Mit einer Gehaltserhöhung klappt es dann am besten, wenn Du einerseits gut vorbereitet und andererseits in der Lage bist, eine Situation zu schaffen, aus der beide Verhandlungspartner als Gewinner hervorgehen. Niemand darf Gefahr laufen, das Gesicht zu verlieren oder als Verlierer aus der Runde zu gehen. Deshalb ist es auch sinnvoll, sich im vorhinein über marktübliche Konditionen zu informieren und sich Flexibilität zu bewahren.

Viel Erfolg
Jürgen vom Gehälterblog

Gehälter Blog: Informationen, Tipps und Trends rund um Karriere, Gehalt, Gehaltsverhandlung und Vergütung

Chef – ich brauch mehr Geld. Irgendwann kommt jeder mal in diese Situation. Aber wie sag ich es meinem Vorgesetzten, wenn er nicht selbst drauf kommt? Hier haben wir für Euch mal 10 Fehler, die ihr in der Gehaltsverhandlung machen könnt aufgeschrieben.

Fehler 1: Schlechte Vorbereitung

Guter Test. Wenn Du vor dem Spiegel übst … Mal ehrlich – würdest Du Dir das Gehalt erhöhen?

Fehler 2: Keine Ziele haben

Was ist Dein Minimalziel? Was wäre topp?

Bild gefunden bei manager magazin (manager-magazin.de)

gefunden bei manager magazin (manager-magazin.de)

Fehler 3: Überzogene Forderungen

Was ist aktuell überhaupt realistisch machbar? Wo stehen Deine Kollegen? Wie ist das Gehaltsgefüge im Unternehmen?

Fehler 4: Hoffen auf den großen Sprung

Gehe lieber strategisch vor und verhandle lieber in regelmäßigen Abständen – z.B. nach erfolgreichen Projekten oder turnusmäßig alle 1,5 Jahre als auf den ganz großen Wurf zu hoffen.

Fehler 5: Falscher Zeitpunkt

Hat Dein Chef im Moment überhaupt den Kopf für das Thema? Wie steht Deine Firma da?

Fehler 6: Nervös werden

Bleibe cool, wenn Dein Chef kontra gibt. Mit Nr. 7 und Nr. 8 kannst Du Dich wappnen.

Fehler 7: Keine Agenda haben

Plane den Ablauf des Gespräches. Wie leitest Du das Thema ein? Wann bringst Du Deine Erfolge an? Was könntest Du noch alles erreichen? Wann kommst Du zum springenden Punkt? Eine Agenda gibt Dir Sicherheit.

Fehler 8: Schlechte Argumente

Argumente sollten Deinen Chef überzeugen. Dass das Heizöl teurer wird, bringt Deinen Arbeitgeber nicht weiter – das merkt er selbst. Was hat Dein Chef davon, wenn er Dein Gehalt erhöht? Was willst Du zukünftig für Deine Firma erreichen?

Fehler 9: Unflexibel sein

Der Handlungsspielraum Deines Vorgesetzten kann begrenzt sein. Bedenke das und bleibe flexibel. Ein Etappenerfolg kann auch eine Erhöhung in Raten sein oder ein verbindlicher mittelfrister Termin für die nächste Verhandlung.

Fehler 10: Sich aus dem Konzept bringen lassen

Sei gewappnet auf Ablenkungsmanöver. “Was war eigentlich nochmal mit dem Projekt X?” Hast Du eine Agenda, ein Ziel und gute Argumente, bleibst Du auf Kurs und kommst wieder auf das Thema zurück.

Wenn Du die Punkte beherzigst und das Gespräch gut planst, kann eigentlich wenig schief gehen. Und Du bekommst auch selbst ein besseres Gefühl für Deine Stärken und Deinen Marktwert.

Es grüßt Jürgen vom Gehälterblog

Es ist ja wirklich kein Geheimnis, dass der Erfolg von Gehaltsverhandlungen von der Vorbereitung abhängt. “Hey Boss, ich brauche mehr Kohle! Warum? Ich habe zu hohe Ausgaben! Aha. …” haut wahrscheinlich nicht hin. Also: Hinsetzen, Argumente sammeln, was kann/will ich zukünftig für die Firma erreichen und warum sollte das meinem Boss mehr Geld wert sein. Das ist nicht einfach, aber ohne Vorbereitung kann die Gehaltsverhandlung zum Fiasko geraten.

Im Internet haben wir ein cooles Video von einem jungen IT-Consultant gefunden, der sich bei Berufseinstieg etwas zu schlecht verkauft hat und sich überlegt, wie er nach 1-2 Jahren die Gehaltsverhandlungen mit seinem Chef angehen soll.

Als Systemanalytiker erinnert er sich an die Spieltheorie aus seinem Studium. Damit kann der junge Mann eine gute Gehaltssteigerung für sich rausholen. Pretty cool. Here we go!

Also Freunde der Kunst. Keine Angst vorm Verhandeln. Wenn Ihr einen guten Job macht, wird Eurem Chef schon an Eurem Wohl gelegen sein :-)

Machts gut. Euer Jürgen vom Gehälterblog

Klar will jeder ein gutes Gehalt für seine Arbeit und wer Erfahrung sammelt – sei es im Job oder in einem Aufbaustudium. Das soll auch so sein. Ich möchte heute aber mal ein Thema ansprechen, mit dem wir bei alma mater in Vermittlungsprojekten aktuell häufiger konfrontiert sind. Und da ich glaube, dass es nicht nur uns betrifft, sondern allgemeingültig ist, stelle ich den Beitrag aufs Gehälterblog.

Kohle-Arbeisbedingungen

(gefunden bei: http://karikatur.augsten.at)

Entgegen der Aussage obiger Kalkulation ist gerade jetzt in der andauernden Wirtschaftskrise bei Unternehmen nicht genug “Kohle” da. Gerade die Unternehmen, die heuer gute Jobangebote im Angebot haben, z.B.  Ingenieursdienstleister, Projektdienstleister, Beratungsfirmen stehen von Ihrer Kundenseite mächtig unter Druck. Zu tun gibt es genug, aber die Kunden (oft die Großindustrie) möchte wenig dafür ausgeben. :-( Das ist die traurige Realität.

Und diese Realität trifft angehende Master-Absolventen oder Young Professionals mit voller Wucht. Unser Bewerber Fritz Meier (Name geändert) möchte mit seinem Master in Signalverarbeitung von der TU München 48.000 Euro verdienen. Er hält das gerechtfertigt weil er nach seinem FH-Diplom bereits 45.000 Euro als Einstiegsgehalt geboten bekommen hat. Rund 6 % Aufschlag für einen Master an der Elite-Uni (was auch immer das sein mag) sind da doch wohl wirklich nicht zu viel, meint er. Und damit hat er auch recht – zumindest ceteris paribus auf der Mikroebene besehen.

Der Knackpunkt ist aber folgender: Die 45.000 Euro hat Fritz angeboten bekommen, da war die Weltwirtschaft am Brummen. Es wurde produziert was das Zeug hielt und gute E-Techniker waren rar gesät. Der War for Talents beflügelte die Angebote und 45.000 Euro waren sogar für blutige Anfänger ein realistisches Ziel – zumindest in mittelgroßen bis großen Unternehmen. Jetzt sind die Kapazitäten in vielen Firmen viel zu groß, die Aufträge rückläufig und neue Positioen werden sehr gezielt und nur sporadisch besetzt.

Aktuell müssen Absolventen aber kleinere Brötchen backen und das führt zur vermeintlich paradoxen Ergebnis, dass Kandidaten, die heuer den Jobeinstieg suchen, eventuell mit einem geringeren Gehalt Vorlieb nehmen müssen als vor 1,5 Jahren mit einer “schlechteren” Qualifikation. Das ist der Effekt des Marktes.

Aber die Zeiten werden wieder besser. Davon bin ich überzeugt. Mit einer guten Qualifikation, einigen Jahren Berufserfahrung und besserer Konjunktur können die Absolventen von heute in der nahen Zukunft wieder Boden gut machen. Karriereberatungen wie alma mater stehen gerne hilfreicht zur Seite.

Viele Grüße und alles Gute
Euer Jürgen vom Gehälterblog

Immer wieder fragen uns Bewerber: “Wie soll ich in der Gehaltsverhandlung agieren?”. Wie so oft gibt es hier natürlich verschiedene Verhaltensstrategien. Fragt der Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch nach den Gehaltsvorstellungen, die ich habe, gibt es grundsätzlich mal vier Reaktionsmöglichkeiten:

  1. Ich nenne mein Wunschgehalt und lege noch ein Sicherheitspolster oben drauf. Der Arbeitgeber will mich sicher runterhandeln.
  2. Ich nenne meine Untergrenze, denn ich will unbedingt den Job.
  3. Ich nenne eine Gehaltsbandbreite, in der sich mein Gehalt bewegen sollte.
  4. Ich druckse rum. “Mhmm … das kommt drauf an, mmhhmm”.

Wie unschwer herauszulesen ist, halten wir bei alma mater die Strategien 1-3 für sinnvoll, von Strategie 4 raten wir ab.

Gerade Berufseinsteigern, die ihren Marktwert noch nicht so gut einschätzen können, weil ihnen der berufliche Hintergrund fehlt, raten wir dringend zu Strategie Nr. 3 und zwar aus folgenden Gründen:

  • Ihr bleibt flexibel und lasst dem Unternehmen einen Spielraum. Gehälter sind sehr stark von verschiedenen Einflussfaktoren (Firmengröße, Region, Branche, Kunden, Konjunktur) abhängig. Eine zu starre Forderung zwingt den Arbeitgeber evtl. die Gespräche abzubrechen.
  • Die überwiegende Zahl der Arbeitgeber ist i.d.R. nicht daran interessiert, die Bewerber runterzuhandeln und zu unfairen Konditionen “einzukaufen”. Warum? Arbeitgeber sind nicht dumm. Sie wissen, dass die Mitarbeiter sich informieren und ggf. einen neuen Job mit besseren Perspektiven suchen. Und das passiert dann meist, wenn der Mitarbeiter richtig eingearbeitet ist. Ein GAU für jeden Arbeitgeber.
  • Ein flexibler Korridor zeigt auf, dass es Euch als Arbeitnehmer nicht nur ums Geld geht. Klar möchte jeder gut bezahlt werden. Arbeitgeber stellen aber lieber Mitarbeiter ein, die nicht nur als “Söldner”, sondern mit Leidenschaft am Werk sind.
  • Das Einstiegsgehalt ist häufig nur eine Leistungskomponente. Viele Arbeitgeber bieten neben dem Gehalt weitere soziale Nebenleistungen. Gerade Berufsstarter sollten auf Weiterbildungsmöglichkeiten, Trainings und weitere Bausteine achten. Damit könnt Ihr Euren Marktwert deutlich steigern und die Jobsicherheit erhöhen.

Eckdaten für die Kalkulation realistischer Gehaltskorridore können Gehaltsstudien wie die von alma mater bieten. Hier könnt Ihr vergleichen, was in verschiedenen Branchen, Regionen und Firmen bezahlt wird. Wichtig ist dann immer noch ein selbstkritischer Blick auf die tatsächliche Eignung für die einzelne Stelle. Passt Ihr sehr gut auf die Pflichtkriterien, bringt sogar Wunschkenntnisse mit, dürft ihr aufrunden. Ist die Stelle interessant für Euch, ihr könnt aber das eine oder andere Pflichtkriterium nicht erfüllen, ist Zurückhaltung angesagt.

Mit diesem Sich-Selbstbewusstsein sollte einem marktgängigen, fairen Gehalt nichts im Wege stehen. Und: Das erste Einstiegsgehalt ist schließlich nicht alles. Seid Ihr erst mal im Job, leistet gute Arbeit und kommt in neue Verantwortung, dann stehen irgendwann auch Gehaltserhöhungen an.