Detailanalyse I: Trainee-Gehälter

Liebe Leser des Gehälterblogs,

die alma mater Gehaltsstudie 2012 brachte viele interessante, spannende und zum Teil auch überraschende Ergebnisse ans Licht. Deshalb veröffentlicht alma mater auch in diesem Jahr wieder Analysen aus unterschiedlichen Branchen und Funktionsbereichen. Heute möchte ich Euch die Detailanalyse „Traineegehälter“ vorstellen.

Angebot  und Verdienst der Traineeprogramme nach Abschluss

Rund jedes fünfte Unternehmen, das sich an der Gehaltsstudie 2012 beteiligt, bietet Traineeprogramme an. Am höchsten lag der Wert für den Bachelor. 23,2% der Firmen gaben an Traineestellen mit Absolventen dieses Abschlusses zu besetzen. Master- und Diplom-Absolventen lagen bei unter 20%.

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Auch die Verdienstmöglichkeiten liegen für die unterschiedlichen Abschlussarten verschieden hoch. Bachelor-Absolventen verdienen durchschnittlich etwa 1.500 € pro Jahr weniger als Master-Absolventen. Am höchsten liegt der Wert mit 38.385 € bei Trainees mit dem Diplom. Mit diesen besseren Verdienstmöglichkeiten wird die höhere Qualifikation durch den Master-/Diplom-Abschluss honoriert. Allerdings sollte man an dieser Stelle beachten, dass Absolventen mit dem Bachelor im Regelfall schon zwei Jahre früher in das Berufsleben starten und somit Berufserfahrung sammeln können. Dies kann für den späteren beruflichen Aufstieg förderlich sein.

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Welche Branche bezahlt Ihre Trainees am besten?

Spannend ist die Frage in welcher Branche Trainees am besten verdienen. Die folgende Tabelle zeigt die Verdienste in 19 unterschiedlichen Branchen – sowohl nach arithmetischem Mittel als auch nach Median.

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Dabei fällt auf: Die Bandbreite der Verdienstmöglichkeit ist sehr groß.  Besonders in den Branchen Elektrotechnik, KFZ-Zulieferer, Bank, Fahrzeug und Maschinenbau werden Traineeprogramme sehr gut vergütet. In allen Sektoren liegt das Durchschnittsgehalt bei über 43.000 €. Ernüchternde Zahlen liefert die Detailanalyse dagegen für die Branchen Groß- und Außenhandel, Öffentlicher Dienst und besonders bei den Medien. In letztgenannter liegt das durchschnittliche Brutto-Jahresgehalt gerade einmal bei 25.716 € und somit rund 1.500 € brutto / Monat weniger als in den Spitzenbranchen.

Weitere Auswertungen der Detailanalyse im kostenlosen Download

Weitere Auswertungen für Traineegehälter gibt es im Ergebnisbericht der Detailanalyse. Diesen können kostenlos registrierte Nutzer bei alma mater kostenfrei downloaden. Alle Informationen zur Registrierung und zum Download gibt’s auf der Gehaltsstudienseite. Neben den in dieser Detailanalyse aufgeführten Einflussfaktoren spielen auch bei Traineestellen weitere Indikatoren hinein. Dazu zählen die Art des Trainee-Programms, die unterschiedliche Gewichtung der Trainee-Funktion sowie natürlich die Qualifikation des Bewerbers. Weitere Informationen dazu hat alma mater in einem JobSpezial zusammengestellt, dass Ihr unter http://www.alma-mater.de/de-jobspezial2#Dez10 findet.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende,

bis bald

Marco vom Gehälterblog

Gehaltsunterschiede bei Bachelor-, Master und Diplom-Absolventen

Hallo liebe Leser,

letzte Woche habe ich ja über die Gehaltsstudie 2011 über Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen berichtet und erwähnt, dass die Stuttgarter Personalvermittlung auch regelmäßig Detailanalysen veröffentlicht. Eine davon wurde letzten Monat durchgeführt und beleuchtet die Einstiegsgehälter hinsichtlich der Abschlüsse Bachelor, Master und Diplom. Die Ergebnisse wurden im Rahmen eines JobSpezials mit dem Titel „Was zahlt sich aus: Bachelor, Master oder Diplom?“ öffentlich auf Seite gestellt. Zudem wird auch noch ein kurzes Überblick über die verschiedenen Abschlussarten gegeben und im Fazit gibt es ein paar interessante Denkanstöße, die man bei der Studienwahl hinsichtlich des Gehalts berücksichtigen sollte.

Das JobSpezial findet ihr übrigens „hinter“ diesem Link!

Viel Freude beim Lesen!

Sabrina vom Gehälterblog

Was können Berufseinsteiger eigentlich als Trainee verdienen?

Hallo liebe Leser,

seit Kurzem gibt es auch eine Detailanalyse von Trainee-Gehältern. Hierbei handelt es sich um eine weitere Detailanalyse der alma mater Gehaltsstudie 2010. Man kann sie sich natürlich kostenlos komplett herunterladen aber ich dachte mir, ich schreibe euch eine kleine Zusammenfassung als Überblick!

Laut Studie verdienen Trainees verdienen jährlich zwischen 10.500 € und 60.000 € brutto. Dies sind natürlich nur die Extremwerte, die von den Respondenten angegeben wurden aber immerhin gut 50.000 € voneinander entfernt liegen. Zieht man zu den Extremwerten die Quartilswerte hinzu, wird die Gehaltsspanne ein wenig enger. Das durchschnittliche Trainee-Gehalt wurde in der Studie mit dem Median, über und unter dem jeweils 50 Prozent der Angaben liegen, bestimmt. Dies beträgt 38.000 €, was 1.933 € weniger als das allgemeine Durchschnittsgehalt für Berufseinsteiger mit Hochschulabschluss, ist. Letzteres wurde bereits im Gesamtbericht 2010 bekannt gegeben.

Die Auswertung nach Regionen, für die die Postleitzahlgebiete genommen wurden zeigt, dass die Postleitzahlgebiete 0, 1 und 2 ( Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Sachsen und den Großteil von Niedersachsen) keine sind, in denen Trainees ehemalige Kommilitonen beim Gehaltsvergleich ausstechen. Es fällt jedoch auf, dass das südliche Postleitzahlgebiet 8 (Südliches Bayern und ein Teil des angrenzenden Baden-Württembergs) das ausgewertete durchschnittliche Trainee-Gehalt mit 34.982 € am geringsten ausfällt. Und auch das Baden-Württembergische Gebiet 7, rund um Stuttgart, kann im Vergleich nicht mit Spitzengehältern auftrumpfen. Dabei sind es besonders die letzten beiden Regionen, in denen die Gehälter eher überdurchschnittlich hoch sind. Dennoch ist das Gehaltsgefälle bei den Traineegehältern mit 2.249 € eher gering und ich würde diese nicht auf die regionale Lage der Unternehmen zurückführen.

Bei den Gehältern hinsichtlich des Abschlusses liegt tatsächlich der Master mit 36.217 € brutto/Jahr vorn. Fast gleich viel verdienen Absolventen mit Diplom: das durchschnittliche Jahresgehalt liegt hier bei 36.069 €. Trainees mit einem Bachelor-Abschluss können durchschnittlich 35.018 € erwarten.. Die Gehaltsunterschiede zwischen Direkteinstiegs- und Trainee-Position sind für Bewerber mit Master-Studium jedoch am höchsten. So müssen Trainees mit Master mit circa 10 % weniger Gehalt als bei einem Direkteinstieg rechnen. Mit einem Bachelor sind die finanziellen Einbußen geringer und liegen bei 8,68 %.

Laut Studie verdient ein Trainee in größeren Unternehmen mehr als in kleineren. So kann ein Absolvent in Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern mit einem Gehalt von durchschnittlichen 25.683 € rechnen. Stiege er/sie in einem Unternehmen mit einer Mitarbeiteranzahl zwischen 10 und 100 ein, läge das Jahresgehalt schon bei knapp 36.000 €. Ein wichtiger Grund für die vergleichsweise hohen Gehälter in großen Unternehmen und Konzernen ist, dass Unternehmen in solchen Größen meist an einen Tarifvertrag gebunden sind.

Eine extrem wichtige Einflussgröße bei Gehältern ist die Branchenzugehörigkeit eines Unternehmens. Klare Führung übernehmen die Versorgungsbranche und die Branche „Bank/Finanz“ (inkl. Versicherungen). Hier werden Trainee-Gehälter gezahlt, die zum größten Teil zwischen 39.000 € und 45.000 € liegen. Nur knapp weniger verdienen Trainees in der Branche „E-Technik“, zu der auch Unternehmen aus den Bereichen Nachrichtentechnik und Feinwerktechnik gezählt wurden, bei Fahrzeugherstellern (inkl. Zulieferer) und in Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche. Auch hier sind Durchschnittsgehälter von 40.000 € üblich. Weit von diesem Einkommen entfernt sind Hochschulabsolventen, die als Trainees in den Branchen „Sonstige Dienstleistungen“, im öffentlichen Dienst oder in der Medien-Branche tätig sind.

Ich hoffe, die Zahlen sind für den einen oder anderen interessant und helfen bei der ersten Gehaltsverhandlung!

Liebe Grüße, schöne Feiertage und einen guten Start in das Jahr 2011!

Sabrina vom Gehälterblog

Grosse Studentenbefragung “Studium & Praktikum” der Deutsche Telekom AG und PRAKTIKA

An dieser Stelle möchte ich auf eine aus meiner Sicht sehr sinnvolle Initiative aufmerksam machen.

Die Deutsche Telekom und PRAKTIKA führen eine deutschlandweite Studentenbefragung zum Thema “Studium und Praktikum” durch.

Hier kommen Studierende mit ihren Erfahrungen zu Wort. Die Ergebnisse werden vielen Unternehmen helfen, die Arbeitseinsätze im Rahmen von Praktika und Praxissemestern studiengerechter zu gestalten. Die Umfrage soll bis Ende Januar laufen. Die Ergebnisse werden auf dem Karriere-Portal www.Praktikumsfuehrer.de und bei kooperierenden Portalen wie z.B. www.alma-mater.de veröffentlicht.

Hier gehts zum Fragebogen

Seid so gut und nehmt an der Umfrage teil. In den letzten Jahren tun sich die Unternehmen zunehmend schwer, ihre Praktika an die neuen Studienbedingungen bei Bachelor/Master anzupassen und die Ergebnisse können hier wirklich beiden Seiten helfen. Eine echte win-win-Situation :-)

Mitmachen lohnt sich doppelt: Es gibt auch tolle Preise zu gewinnen.

Viele Grüße
Euer Jürgen vom Gehälterblog

Gehälter im Auf und Ab der Konjunktur

Ich möchte hier kurz mal eine Erfahrung weitergeben, die ich kürzlich im Rahmen einer Vermittlung eines Kandidaten gemacht habe. Das war eine interessante Begegnung, die eindrücklich unter Beweis stellt, dass auch Timing beim Berufseinstieg ein sehr erfolgskritisches Kriterium ist.

Im Rahmen der Karriereberatung bin ich mit einem jungen Elektroingenieur ins Gespräch gekommen. Folgendes vorab: Das Kandidat war das, was man gemeinhin als High Potential bezeichnet.

Nach einem Informationstechnikstudium als Bachelor an einer nordbadischen Fachhochschule und mehreren Praktika hat sich der Kandidat für ein Master-Studium an der TU München entschieden. Er hat auch dort diverse Studienpraktika und einen Auslandsaufenthalt absolviert. Neben sehr guten Noten konnte er sogar eine Lehrbeauftragtenposition an seiner ehemaligen FH in die Waagschale werfen.

Als wir ihn zu seinen Gehaltsvorstellungen nach dem Master-Studium befragten, gab er 47.000 Euro Jahresgehalt als Wunsch an. Jetzt sind 47.000 Euro im Spätsommer 2009 der auslaufenden Wirtschaftskrise ein ambitioniertes Ziel. Klar, der Bewerber ist topp und hat grundsätzlich alles richtig gemacht. Großunternehmen sollten den Gehaltswunsch auch erfüllen können. Gerade die Großunternehmen halten sich aber bei der Einstellung von Einsteigern arg bedeckt.

Kurzum: 47.000 Euro sind aktuell auch für wirklich gute Bewerber im Ingenieurfach nicht einfach zu verhandeln.

Auf seine Verhandlungsbereitschaft hin befragt, signalisierte unser Mann Offenheit. Er war aber überrascht, denn als er seinen Bachelor-Abschluss frisch in der Tasche hatte, hat er Angebote für rund 45.000 Euro angeboten bekommen. 2.000 Euro Aufschlag für ein Master-Studium an einer Elite-Uni erschienen ihm nicht zu viel.

Bild gefunden bei www.focus.de

Bild gefunden bei www.focus.de


Hier kann jeder deutlich sehen, was Timing ausmacht. Hätte unser Kandidat im Herbst 2007 auf dem Hype des Wirtschaftswachstums den Berufseinstieg gemacht, hätte er zwischenzeitlich 90.000 Euro verdient. Es wird ein paar Jahre dauern, bis er das mit dem besseren Master-Abschluss reingeholt hat. In diesem Fall hat sich zumindest auf kurze Sicht der Master-Abschluss nicht gelohnt.

Timing ist alles – und das nicht nur an der Börse.

Jürgen

Schwieriger Berufseinstieg für Bachelor-Absolventen

alma mater hat im Rahmen der Umfragedaten aus der aktuellen Gehaltsstudie 2009 eine Analyse durchgeführt und herausbekommen, in welchen Bereichen die Arbeitgeber besonders gerne Hochschulabsolventen ohne Berufserfahrung einstellen.

Wir haben erfahren, dass die Einstiegschancen durchaus unterschiedliche sind, nicht nur abhängig vom Studienfach und Noten. Nein, auch der Abschlussgrad spielt eine entscheidende Rolle.

Dabei kam heraus, dass die Mehrzahl der Firmen frischgebackene Bachelor-Absolventen meidet. Nur in den Funktionsbereichen Marketing und Informationstechnik (IT) stellt die Mehrheit Berufsanfänger mit dem neuen Studienabschluss ein. Die Kommilitonen mit Master und Diplom haben hier bessere Startbedingungen.

Diagramm 1: Einstiegsmöglichkeiten mit Bachelor, Master, Diplom

Verstärkt wird dieses Ergebnis durch die verfügbaren Einstiegsgehälter, die Bachelor-Absolventen im Vergleich zu Ihren Kollegen mit Diplom und Master beziehen können.

An den Ergebnissen der Gehaltsstudie 2009 war wie in den vergangenes Jahren ein klarer Trend abzulesen: Die Bachelor-Gehälter liegen weiterhin unter den Gehältern von Master- und Diplom-Absolventen. So müssen sich Bachelors mit rund 4 Prozent weniger Gehalt als ihre Kollegen mit Diplom zufrieden geben. Im Vergleich zu den Master-Absolventen liegt der Abschlag gar bei knapp 5 Prozent. Demgegenüber verstärkt sich in diesem Jahr die Angleichung der Master- und Diplom-Abschlüsse in Bezug auf die Einstiegsvergütung.