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Gehälter Blog

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Tag: Verdienst

Hallo liebe Leser,

seit Kurzem gibt es auch eine Detailanalyse von Trainee-Gehältern. Hierbei handelt es sich um eine weitere Detailanalyse der alma mater Gehaltsstudie 2010. Man kann sie sich natürlich kostenlos komplett herunterladen aber ich dachte mir, ich schreibe euch eine kleine Zusammenfassung als Überblick!

Laut Studie verdienen Trainees verdienen jährlich zwischen 10.500 € und 60.000 € brutto. Dies sind natürlich nur die Extremwerte, die von den Respondenten angegeben wurden aber immerhin gut 50.000 € voneinander entfernt liegen. Zieht man zu den Extremwerten die Quartilswerte hinzu, wird die Gehaltsspanne ein wenig enger. Das durchschnittliche Trainee-Gehalt wurde in der Studie mit dem Median, über und unter dem jeweils 50 Prozent der Angaben liegen, bestimmt. Dies beträgt 38.000 €, was 1.933 € weniger als das allgemeine Durchschnittsgehalt für Berufseinsteiger mit Hochschulabschluss, ist. Letzteres wurde bereits im Gesamtbericht 2010 bekannt gegeben.

Die Auswertung nach Regionen, für die die Postleitzahlgebiete genommen wurden zeigt, dass die Postleitzahlgebiete 0, 1 und 2 ( Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Sachsen und den Großteil von Niedersachsen) keine sind, in denen Trainees ehemalige Kommilitonen beim Gehaltsvergleich ausstechen. Es fällt jedoch auf, dass das südliche Postleitzahlgebiet 8 (Südliches Bayern und ein Teil des angrenzenden Baden-Württembergs) das ausgewertete durchschnittliche Trainee-Gehalt mit 34.982 € am geringsten ausfällt. Und auch das Baden-Württembergische Gebiet 7, rund um Stuttgart, kann im Vergleich nicht mit Spitzengehältern auftrumpfen. Dabei sind es besonders die letzten beiden Regionen, in denen die Gehälter eher überdurchschnittlich hoch sind. Dennoch ist das Gehaltsgefälle bei den Traineegehältern mit 2.249 € eher gering und ich würde diese nicht auf die regionale Lage der Unternehmen zurückführen.

Bei den Gehältern hinsichtlich des Abschlusses liegt tatsächlich der Master mit 36.217 € brutto/Jahr vorn. Fast gleich viel verdienen Absolventen mit Diplom: das durchschnittliche Jahresgehalt liegt hier bei 36.069 €. Trainees mit einem Bachelor-Abschluss können durchschnittlich 35.018 € erwarten.. Die Gehaltsunterschiede zwischen Direkteinstiegs- und Trainee-Position sind für Bewerber mit Master-Studium jedoch am höchsten. So müssen Trainees mit Master mit circa 10 % weniger Gehalt als bei einem Direkteinstieg rechnen. Mit einem Bachelor sind die finanziellen Einbußen geringer und liegen bei 8,68 %.

Laut Studie verdient ein Trainee in größeren Unternehmen mehr als in kleineren. So kann ein Absolvent in Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern mit einem Gehalt von durchschnittlichen 25.683 € rechnen. Stiege er/sie in einem Unternehmen mit einer Mitarbeiteranzahl zwischen 10 und 100 ein, läge das Jahresgehalt schon bei knapp 36.000 €. Ein wichtiger Grund für die vergleichsweise hohen Gehälter in großen Unternehmen und Konzernen ist, dass Unternehmen in solchen Größen meist an einen Tarifvertrag gebunden sind.

Eine extrem wichtige Einflussgröße bei Gehältern ist die Branchenzugehörigkeit eines Unternehmens. Klare Führung übernehmen die Versorgungsbranche und die Branche „Bank/Finanz“ (inkl. Versicherungen). Hier werden Trainee-Gehälter gezahlt, die zum größten Teil zwischen 39.000 € und 45.000 € liegen. Nur knapp weniger verdienen Trainees in der Branche „E-Technik“, zu der auch Unternehmen aus den Bereichen Nachrichtentechnik und Feinwerktechnik gezählt wurden, bei Fahrzeugherstellern (inkl. Zulieferer) und in Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche. Auch hier sind Durchschnittsgehälter von 40.000 € üblich. Weit von diesem Einkommen entfernt sind Hochschulabsolventen, die als Trainees in den Branchen „Sonstige Dienstleistungen“, im öffentlichen Dienst oder in der Medien-Branche tätig sind.

Ich hoffe, die Zahlen sind für den einen oder anderen interessant und helfen bei der ersten Gehaltsverhandlung!

Liebe Grüße, schöne Feiertage und einen guten Start in das Jahr 2011!

Sabrina vom Gehälterblog

Quelle: FAZ am Sonntag, 17.01.2010

Quelle: FAZ am Sonntag, 17.01.2010

Dieses Gehalts-Ranking erschien neulich in der FAZ am Sonntag, genauso wie der GFK-Vertrauensindex 2009, der zeigt, wie angesehen welche Beruf bei den Deutschen sind:

Wie angesehen die Berufe sind

Jetzt kann man natürlich im Hinblick auf den Titel dieses Artikels folgende Gleichung aufstellen: Ärzte sind fein raus, denn sie verdienen rund 6.400 Euro brutto pro Monat und haben mit knapp 90% ein verdammt gutes Ansehen. Beides zusammengenommen ergibt einen (soziale) Status innerhalb der Gesellschafft, den kaum eine andere Gruppe erreicht.

In der Konsequenz heißt das: Wir werden alle sofort Ärzte, hehe. Nein im Ernst, die FAZ hat ihren Artikel ja nicht umsonst mit diesem Titel versehen: Das gespaltene Land. Aber warum? Nur weil Einige mehr verdienen als andere?

Fortsetzung folgt. Diskussion ist eröffnet :)

Johannes vom Gehälterblog

Eine kleine Meldung, die aber den Norden der Republik erschüttert! Das Statistikamt Nord hat sich mal die “Verdienste in Hamburg und Schleswig-Holstein im 2. Quartal” genauer angesehen. Und was daraus wird, wenn man sich den Newsticker betrachtet, lest Ihr hier: Hamburger verdienen mehr als Schleswig-Holsteiner, titelt Welt Online und fährt fort:

Vollzeitbeschäftigte in Hamburg verdienen im Schnitt 550 Euro mehr als ihre Kollegen in Schleswig-Holstein. Während die Arbeitnehmer in der Hansestadt im zweiten Quartal 2009 auf einen monatlichen Verdienst von rund 3500 Euro kamen, waren es im nördlichsten Bundesland knapp 2950 Euro, teilte das Statistikamt Nord am Mittwoch mit. Das bedeutet einen Anstieg von 1,2 und 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Mit durchschnittlich 39,4 Wochenstunden arbeiteten die Beschäftigten des Dienstleistungssektors in Schleswig-Holstein am meisten. Arbeitnehmer im produzierenden Gewerbe hatten hingegen in beiden Ländern nur 37,6 Wochenstunden.”

Und dann müssen die Holsteiner auch noch länger für weniger Gehalt arbeiten… Das geht echt nicht. Wenn das nicht zu größeren Wellen an Arbeitsmigration von Holstein nach Hamburg führen wird… Die Nordlichter. Aber fürs Erste heißt es an Euch gewandt: Hummel hummel – mors mors!

Euer Ghost